Gutes Feedback ist eine klare Landkarte: Was klingt schon gut, was ist der nächste Schritt und wie übt man ihn? So gibst du Feedback, das wirkt.
1. Sofort und während des Spielens
Der große Vorteil von Live-Unterricht: Du hörst sofort, was passiert. Gib kurze Rückmeldungen direkt nach einem Durchgang, solange das Gefühl noch frisch ist.
2. Ein Fokus pro Durchgang
Nicht fünf Baustellen auf einmal. Wähle den wichtigsten Punkt, lass ihn üben und gib dann den nächsten.
3. Konkret statt allgemein
Statt | Lieber |
„Das war nicht so gut.“ | „Ab Takt 9 wirst du schneller. Spiel die Stelle mit Metronom auf 70.“ |
„Mehr Gefühl!“ | „Werde im Refrain lauter und halte den letzten Ton zwei Schläge länger.“ |
„Atme richtig.“ | „Atme vor der Phrase tief in den Bauch und lass die Schultern unten.“ |
4. Positiv starten
Beginne mit etwas, das wirklich gelungen ist: „Der Akkordwechsel C–G klappt jetzt ohne Pause!“ So bleibt die Motivation hoch, auch wenn danach Kritik kommt.
5. Zeigen statt nur erklären
Mach die Stelle vor, langsam und deutlich. Eine zweite Kamera auf Hände oder Instrument hilft enorm. Lass danach direkt nachspielen.
6. Sich selbst hören lassen
Nimm einen Durchgang auf und hört ihn gemeinsam an. Schüler/innen erkennen so vieles selbst. Mehr dazu in Wie nutze ich Aufnahmen im Unterricht?
7. Selbst einschätzen lassen
Frag: „Was hat sich gut angefühlt? Was willst du noch verbessern?“ So lernen Schüler/innen, beim Üben zu Hause selbst zu hören.
Die Sandwich-Methode
Lob, dann ein konkreter Verbesserungspunkt, dann Motivation: „Deine Dynamik ist super. Spiel die Läufe noch gleichmäßiger. Nächste Woche sitzt das!“
8. Festhalten
Schreib die wichtigsten Punkte in die Notizen, damit sie zu Hause nicht vergessen werden. Die Unterrichtszusammenfassung fasst sie zusätzlich automatisch zusammen. Mehr dazu in Wie schreibe ich Notizen und Hausaufgaben? und Was sind Unterrichtszusammenfassungen?
Bei Kindern
Kurze, einfache Sätze, viel Lob für Einsatz statt nur für Ergebnis, und Eltern über Fortschritte informieren.
